Poststreik – was Sie als Versicherter wissen sollten

Fristen für Kündigungen und Co.

Die Post streikt – und unabhängig der Bewertung der Situation gibt es Dinge, die sich rein rechtlich durch einen solchen Streik ergeben. Vor allem geht es dabei um Kündigungen und deren Fristen.

Henning Bernau ist nicht nur Mitglied des Social Media Teams, er ist zudem bei der NV für die Bereiche Personal und Recht zuständig.
„Bei Kündigungen ist es wichtig, dass man bezüglich den Zugangs immer in der Beweispflicht ist. Die Kündigung wird nur dann wirksam, wenn diese in den Herrschaftsbereich des Empfängers gelangt, mit anderen Worten: tatsächlich ankommt“ klärt Bernau auf.

„Nicht eingegangene Schreiben gelten folglich als nicht fristgerecht. In diesen Fällen verlängern sich die Verträge automatisch um die vertraglich festgeschriebene Laufzeit. Dies gilt natürlich sowohl für den Kunden, als auch für die Versicherung“, so der Jurist weiter.
Auch die Post ist für derartige Fälle nicht schadensersatzpflichtig, denn ein solcher Streik fällt unter den Begriff der „höheren Gewalt“, gibt Bernau zu bedenken.

Man sollte also immer verschiedene Möglichkeiten der Kündigung in Betracht ziehen, die unabhängig von der Post funktionieren (andere Unternehmen auswählen, ggf. per Fax sofern zulässig). Zudem der gut gemeinte Rat Bernaus: „Wenn schon die Kündigung unausweichlich ist, dann bitte nicht auf den letzten Drücker kündigen!“.

Wie sich die rechtlichen Lage an sich darstellt, das können Sie in diesem Artikel der WAZ nachlesen.
Sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich diesbezüglich gerne direkt an Herrn Bernau.

Poststreik: Henning Bernau klärt auf.

Bei der NV für den rechtlichen Bereich zuständig: Henning Bernau.

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